Auf der 300 km langen Fahrt von Nata nach Kasane war die Veränderung der Landschaft erstaunlich. Je weiter wir uns nach Norden bewegten, desto grüner und vielfältiger wurde sie. Auch konnten wir auf dem Highway B33 viele Wildtiere bestaunen, die in der freien Wildbahn leben und vom Auto aus zu sehen waren. Natürlich hiess es aufpassen beim Fahren, ein Elefant ist ein Hindernis, mit dem man nicht kollidieren will. Unsere komfortable Unterkunft, die Chobe Bush Lodge, liegt direkt am gleichnamigen, breiten Fluss.
Wir nutzten diesen Tag für Wildbeobachtungen im Chobe Nationalpark, dem drittgrößten Schutzgebiet von Botswana. Der Chobe Park, benannt nach dem gleichnamigen Fluss, wurde 1968 als erster Nationalpark in Botswana gegründet und umfasst ein fast 11.000 km2 (25% der Fläche der CH) grosses Gebiet südlich des Chobe Flusses. Der Park bietet starke Kontraste und eine Vielfältigkeit an Wilderlebnissen. Hier findet man eine große Anzahl an Vegetationstypen und geologischen Gegebenheiten - von den fast tropischen Linyanti Sümpfen bis zu der fast wüstenähnlichen Savute Landschaft. Das Gebiet um den Chobe Fluss ist reich an Pflanzenleben, wie Sandveld, Mopanewälder, Flutebenen, Graslandschaften und von Flüssen durchlaufende Wälder. Die Wildkonzentration im Chobe Park ist immens. Kein anderes Naturschutzgebiet im südlichen Afrika hat einen ähnlich hohen Wildbestand. Neuesten Zählungen zufolge leben hier mehr als 100.000 Elefanten von stattlicher Größe, die größte zusammenhängende Population dieser Art weltweit. Aber auch Löwen, Leoparden, Wildhunde, Büffel, Hippos, Giraffen, Zebras und Antilopen finden hier ihre Refugien. Es sei hier bemerkt, wir haben nicht alle diese Tiere zu Gesicht bekommen.
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